Was ist Sarkoidose?
Sarkoidose,
auch "Morbus Boeck" genannt, ist eine nicht ansteckende,
entzündliche Erkrankung. Es kommt zur Bildung von sogenannten
Granulomen, mikroskopisch kleinen Bindegewebsknoten. Die
Entstehungs-ursache ist nicht bekannt. Beschrieben werden kann sie als
eine überschiessende Reaktion des Immunsystems.
Die
Sarkoidose kann als plötzlich einsetzende akute Form mit Fieber,
Gelenkschmerzen und Hautflecken oder aber in chronischer Form auftreten.
Wegen der
Vielfalt der möglichen Symptome wird die Krankheit zuweilen als
„Chamäleon“ der inneren Medizin bezeichnet.
Betroffene Organe
Meist sind die
Lymphknoten geschwollen. Fast immer ist die Lunge beteiligt. Andere
Organe können vor, nach oder während dem Ausbruch der
Krankheit beteiligt sein. Die Erkrankung äussert sich sowohl in
unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Husten, Gelenk-schmerzen und
–schwellungen, Haut-veränderungen, Fieber und ständige
Müdigkeit, als auch in spezifischen Symptomen. Etwa die
Hälfte der Fälle mit chronischer Sarkoidose werden
zufällig beim Röntgen der Lunge entdeckt.
Verlaufsform
Die akute
Sarkoidose (Löfgren Syndrom) mit Erythema nodosum
(bläulich-rote Hautflecken meist an den Unterschenkeln),
Gelenk-schmerzen und beidseitiger Vergrösserung der Lymphknoten
zwischen beiden Lungen stellt etwa 1/3 aller Sarkoidoseerkrankungen dar
und kann mit längeren Pausen zwischen Schüben verlaufen.
Diese Verlaufsform hat prinzipiell eine gute Prognose und kann
ausheilen.
Für
etwa 2/3 aller Sarkoidose-Kranken deutet ein allmählicher Beginn,
besonders mit Aus-dehnung der Schädigung auf mehrere weitere
Organe, auf einen chronischen Verlauf hin. Aufgrund der Verschiedenheit
der betroffenen Organe können vielfältige Symptome auftreten.
Verlässliche Angaben über die Prognose sind kaum möglich.
Bei der
Lunge kann die Beeinträchtigung bis zur Fibrose führen. Viele
Patienten leiden unter Krankheitsschüben. Deshalb sind
regelmässige Verlaufskontrollen und die sachgerechte Information
der Patienten entscheidend für die Sekundärprävention.
Therapiert wird in erster Linie mit Entzündungshemmern, wie
Kortison. Je nach Situation oder bei lokalem Befall einzelner Organe
kommen alternativ auch andere oder lokal anzuwendende Medikamente in
Frage.
Link zur TV-Sendung Puls des Schweizer Fernsehens
SF1
Folgender
Link
führt zu einem Beitrag vom 19.3.2007 der Sendung Puls
zum
Thema "Berylliose - Eine
heimliche
Berufskrankheit?" in welchem es um eine Studie geht, in welcher
abgeklärt wird, ob Sakoidosefälle
nicht erkannte Berylliose sei.
www.sf.tv
Link zu einer TV-Sendung des SWR
Folgender
Link
führt zu einem dreiminütigen Beitrag zum Thema
Sarkoidose aus der Sendereihe "ARD-Buffet" Themenblock "Teledoktor"
vom 23.8.2007 des Südwestrundfunks.
Knötchen im Körper - aber kein
Krebs
In der 'NZZ am Sonntag' vom 30. Januar 2011 schreibt Felicitas
Witte "Weil die Immunkrankheit Sarkoidose relativ selten auftritt, ist
ihre Behandlung wenig erforscht. Neue Medikamente könnten den
Betroffenen helfen."
Hier geht es zum
ganzen Artikel.
Diesen Artikel dürfen wir mit freundlicher Genehmigung der Autoren
und der Redaktion der NZZ hier publizieren.
Weitere Infos auf
www.Sarkoidose.de
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Schweizerische
Sarkoidose-Vereinigung (Morbus Boeck) SSARV
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